Aufgerissene Fenster


Theater & Film in seiner Beziehung
zu Gesellschaft und Politik


Veranstaltungsreihe
1. Okt. 2012 bis zum 8. Nov. 2012
In Kooperation mit den Herbstfestwochen
„Aufrisse“ von Bezirk Wien Neubau

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen
(inkl. gratis Mitgliedskarte)

The Window
Kandlgasse 6, 1070 Wien

Versuchen Regierungen zwangsläufig, die einnehmende Wirkung der Kunst für sich zu nutzen? Sollen Künstler, die im Dienste eines verbrecherischen Staates stehen, zur Verantwortung gezogen werden? Sollten sich Künstler weigern, unter dem Patronat des Staates zu arbeiten? Können politische Verfehlungen durch unabhängige Kunst gemäßigt werden? Diesen Fragen geht das jüdische Theater Austria in seiner Veranstaltungsreihe „Aufgerissene Fenster“ nach. Die Reihe besteht aus Filmvorführungen, Vorträgen mit Improvisationen sowie Workshops.

PROGRAMM


Filmvorführungen

Jud Süß (1940)*

(jeweils mit Einleitung &
anschließender Diskussion)
Mo., 1. Okt. 2012, 19 Uhr sowie
Jeden Di., 2. Okt. - 6. Nov. 2012, 19 Uhr


“Ein ganz großer, genialer Wurf. Ein antisemitischer Film, wie wir ihn uns nur wünschen können. Ich freue mich darüber.”
Josef Goebbels, Tagebuch, 18. Aug. 1940


Mehrmals zu sehen ist der in Österreich nur selten öffentlich vorgeführte Film Jud Süß des Regisseurs Veit Harlan aus dem Jahre 1940. Dieser Film wurde von den Nationalsozialisten als antisemitischer Propagandazug konzipiert. Im Zentrum des Geschehens steht die historische Figur Joseph Süß Oppenheimer (1698-1738), der als „Hofjude“ des Herzogs Karl Alexander von Württemberg und als Opfer eines antisemitischen Justizmordes in die Geschichte eingegangen ist.

Der Film Jud Süß entpuppte sich als äusserst effizientes Mittel, um mit dem Medium Film antisemitische Ressentiments salonfähig zu machen und das Volk auf die Vernichtung der europäischen Juden vorzubereiten. Zwischen 1940 und 1943 sahen den Film 20,3 Millionen Menschen des Deutschen Reiches.

*Mit freundlicher Genehmigung
der Friedrich-W.-Murnau-Stiftung


Improvisierte Vorträge

Totem & Tabori –
The Genesis and Second Coming
of the Jewish Theater of Austria

(In Englischer Sprache)
Do., 4. Okt. 2012, 19 Uhr
Do., 8. Nov. 2012, 19 Uhr


An zwei Abenden blickt das Jüdische Theater Austria in improvisierten Vorträgen auf sein 13-jähriges Bestehen zurück. Dabei skizziert der künstlerische Leiter Warren Rosenzweig die Entstehungsgeschichte des Theaters und spricht über dessen Ziele. Des Weiteren thematisiert Rosenzweig die politische Abhängigkeit bzw. Unabhängigkeit von Kulturschaffenden und setzt sich kritisch mit der Kulturförderung des Staates auseinander.

Mit musikalischer Begleitung von
Guenther Schoeller, Pallawatsch

Workshops

Kulturpolitisch unabhängige Gemeinschaft

Sa., 6. Okt. 2012, 14-20 Uhr
So., 7. Okt. 2012, 14-20 Uhr


Die Workshops sind kostenlos und richten sich an alle, die sich für nicht staatlich geförderte Kunst und Kultur interessieren. An den Workshops nehmen unabhängige Künstler und Kulturmacher teil:

Peter Fuxxs
Geschäftsführer Peter J. Fuchs Direct Marketing, Schauspieler & Produzent
Pink Zebra Theater

Anne Wiederhold
Schauspielerin, Künstlerische Leiterin
Brunnenpassage

Alexandra Reill
Unabhängige Filmemacherin
kanonmedia - NGO for New Media

Youssufu
Jurist, Rapper, DJ, geboren in Balkh, lebt seit zwei Jahren als Asylwerber in Österreich
Rapper mit einer Message

Warren Rosenzweig
Bühnenautor, Producing Artistic Director
Jüdisches Theater Austria

Markus Kienast & Georg Schütz
Projektbegründer, Herausgeber
ichmachpolitik.at


PRESSEAUSSENDUNG
Aufgerissene Fenster- Theater & Film in seiner Beziehung
zu Gesellschaft und Politik

Jud Süss (1940)

Jud Süss (1940)

Jud Süss (1940)

Jud Süss (1940)

Jud Süss (1940)

Totem & Tabori, The Genesis and Second Coming
of the Jewish Theater of Austria

Totem & Tabori, The Genesis and Second Coming
of the Jewish Theater of Austria

Totem & Tabori, The Genesis and Second Coming
of the Jewish Theater of Austria

The Window, Kandlgasse 6, 1070 Wien

The Window, Kandlgasse 6, 1070 Wien

The Window, Kandlgasse 6, 1070 Wien

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