Press

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art in migration - May 01, 2005

Nicht mehr hier

[English translation is forthcoming.]

"Nicht mehr hier", betitelte der Journalist und Theaterautor Abisch Meisels einen Text, den er nach seiner Rückkehr von der Internationalen PEN-Club-Konferenz 1955 verfasste, und meinte damit die stereotype Antwort, die er auf seine Fragen nach dem Verbleib von Freunden und Bekannten zu hören bekommen hatte. Es war Meisels erstes Wiedersehen mit seiner Heimatstadt, aus der er in letzter Minute im Mai 1938 in die CSSR geflohen war. Im Herbst 1938, nach der Besetzung des Sudetenlandes durch Deutschland, konnte er als Korrespondent einer jiddischen Zeitschrift in London für sich, seine Frau Klara und seine Tochter Ruth ein lebensrettendes Visum nach Großbritannien erhalten, wo er weiter am jiddischen Theater tätig war.

Die jüdischen Bühnen Wiens präsentierten eine besondere Facette der Wiener Theaterkultur. Die Ensembles spielten in deutscher, jiddischer und hebräischer Sprache, boten Unterhaltung und "Hochkultur".

Diese besondere Theaterszene, die sich immer in einer Situation der Marginalisierung befand, wurde in Wien um 1900 durch wandernde Theatertruppen aus Galizien und Rumänien begründet. Wanderungen - von Engagement zu Engagement, von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent – prägten das Leben der jiddischen SchauspielerInnen.

Diese SchauspielerInnen waren Teil des jiddischen Kulturlebens in Wien, dem auch SchriftstellerInnen, JournalistInnen und PolitikerInnen jüdischer Parteien vor allem der Linken zuzurechnen sind: Bundisten (jüdische Sozialdemokraten, die auf "Kulturautonomie" für die jüdische Minderheit setzten), "Territorialisten" (die ein Territorium für eine zu schaffende jiddischsprachige Nation anstrebten) und "Poale Zionisten" (zionistische Arbeiterbewegung, die Palästina als den Ort ansah, an dem der Klassenkampf des jüdischen gemeinsam mit dem arabischen Proletariat stattfinden sollte).

Abisch Meisels hatte eine Schlüsselrolle in dieser vielfältigen Kulturszene, er verfasste Stücke, Liedertexte, Rezensionen, war als Souffleur und gelegentlich selber als Schauspieler tätig. Das konfliktträchtige Aufeinandertreffen von jüdischem "Schtetl" und moderner Großstadt, Frommen und Assimilierten, Ostjuden und alteingesessenem Wiener Bürgertum, von Juden und Antisemiten lieferten ihm immer neues Material für seine Revuen und "Zeitbilder", in denen er seine Heimatstadt und ihre BewohnerInnen mit kritischer Ironie darstellte. Meisels war ein theoretischer Zionist, der aber die jiddische Sprache liebte (die bei den Zionisten im allgemeinen nicht sehr angesehen war) und selber nie nach Israel ging.

Die jiddische Kultur ist heute vor allem eine Erinnerungskultur von EmigrantInnen und ihren Nachkommen, die eine in ihrer ursprünglichen Heimat vernichtet Kultur bewahren wollen, und Gegenstand akademischer Forschungen.

Die Wiener Theaterwissenschaftlerin Brigitte Dalinger wurde auf die erste jiddische Revue von Abisch Meisels, "Von Sechistow bis Amerika", im YIVO-Archiv in New York aufmerksam und brachte eine Kopie des Stücks nach Wien zurück – in die Stadt, in der es entstanden und ohne deren Hintergrund es nicht zu verstehen ist. Der rote Faden ist die Auswanderung einer jüdischen Familie auf Galizien nach Amerika, wo sie hoffen, eine Erbschaft antreten zu können. Der Hauptteil der Revue behandelt die Schwierigkeiten der Familie in Wien – Mietwucher, Sprachschwierigkeiten, diverse interkulturelle Missverständnisse und Vorurteile, Antisemitismus, Unverständnis von Seiten der bereits etablierten jüdischen Gemeinde Wiens.

Im Frühjahr 1927 wurde die Revue unter großem Beifall im "Jüdischen Künstlerkabarett", Praterstraße 60, erstmals aufgeführt. Später übersiedelte sie in einer neuen Fassung in die "Jüdischen Künstlerspiele" im Nestroyhof, Praterstraße 34 (Nestroyplatz 1). In diesem Theater im ehemaligen "Café Reklame", arbeitete Meisels bis 1938 für die "Jüdischen Künstlerspiele".

"Gedenken" heißt der Titel der Bezirksfestwochen in Wien Neubau. Am 19. Mai 2005 werden im British Council (7., Siebensterngasse 21, 19 h) die Bezirksfestwochen in Neubau eröffnet. Die Gestaltung des Abends hat das "Jüdische Theater Austria" (JTA) übernommen. Auf der Basis von Texten von Abisch Meisels will die Performance "Nicht mehr hier" "ein Appell an das kulturelle Gedächtnis Wiens" sein. Eine Initiative bemüht sich seit einigen Jahren um die Revitalisierung des Theaters im Nestroyhof.

Thomas Soxberger

© 2005 art in migration

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