Press

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Denken + Glauben, Jan. 01, 2000
www.jta.at, Dec. 01, 1999

Illustrierte Neue Welt - June 01, 2000

Zwischenfall in Vichy

[English translation is forthcoming.]

In der langen Nacht der Museen präsentierte das neu gegründete Jüdische Theater (siehe INW Mai 2000) unter der Regie des engagierten Theaterdirektors Warren Rosenzweig im Jüdischen Museum eine in Amerika sehr oft praktizierte "Stage-reading Performance" des selten gespielten Theaterstückes von Arthur MillerZwischenfall in Vichy. Diese dramaturgische Lesung bietet einen Einblick ins Theater ohne aufwendige und kostspielige Inszenierungen. Spannend und erschreckend aktuell das Thema des Stückes: Das Verhalten jedes einzelnen im Angesicht der Gefahr – die Ängste und Hoffnungen spiegeln deutlich das eigene Innenleben wider.

Die Szene spielt in Vichy im Jahre 1942 in einem Polizeirevier, wo Menschen verschiedener Nationalitäten, von deutschen Rollkommandos von der Straße aufgegriffen, auf ihre Vernehmung warten. Die zusammengewürfelte Gruppe weiß noch nicht genau, was den meisten von ihnen - nämlich Juden und Zigeuner – bevorsteht, einige scheinen es bereits zu ahnen, während andere die Realität zu verdrängen versuchen. Für jeden einzelnen wird die Konfrontation mit der mörderischen Bürokratie zum Prüfstein der eigenen Identität.

Der Maler, der wegen seiner Mutter und ihrem Hang zu den alten Sachen nicht rechtzeitig nach Amerika flüchten konnte, verzweifelt an der Situation. Gelassen hingegen der Elektriker, der in der kommunistischen Ideologie den Halt findet und Hitler nur als Monstrum des Kapitalismus sieht. Der Schauspieler verdrängt die Realität und weigert sich die Opferrolle zu spielen, er verweist auf das deutsche Publikum, das ihn in seinen verschiedenen Rollen bejubelte. Gottergeben und stoisch die Haltung des alten Juden, der mit der Welt schon abgeschlossen zu haben scheint.

Am spannendsten der Dialog zwischen dem Baron Berg aus Wien – Miguel Herz-Kestranek ist dies Rolle auf den Leib geschrieben – und dem Psychiater Leduc, hervorragend von Florentin Groll interpretiert. Es geht hier um die Verantwortung des einzelnen und wie weit jemand in das Regime verstrickt ist, ohne persönlich Schuld auf sich geladen zu haben. Der österreichische Aristokrat und Ästhet ist zwar ein Gegner der Nazis, jedoch einige seiner Verwandten, die er auch liebt, wurden aktive Handlanger dieser Machthaber. Seine Einschätzung der Lage ist sehr realistisch und klar. "Eben weil es so unvorstellbar gemein ist. Darin liegt ihre Stärke. Das Unvorstellbare zu tun, das lähmt die anderen... Es ist das Stigma der Epoche, je weniger man existiert, desto wichtiger ist es Eindruck zu machen."

Zwei Stunden lang zog diese dramaturgische Lesung die zahlreich erschienen Zuschauer in den Bann – ein außergewöhnliches Team bot eine sehenswerte Leistung. Man darf gespannt auf die Hauptproduktion im November anlässlich der Synagogeneröffnung in Graz sein.

Joanna Nittenberg

© 2000 Illustrierte Neue Welt

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